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Spektrumanalysator und Oszilloskop mit der Soundkarte ( Autor: Hardy u. Karola Scheidig) |
Mit der Soundkarte hat nunmehr nahezu jeder PC die Fähigkeit in gewissen Grenzen analoge Signale
zu erfassen.Die AD-Wandler von Soundkarten erreichen je nach Ausstattung bereits bis zu 196 kHz
Abtastrate.Gute Soundkarten können Bandbreiten bis knapp 100 kHz erfassen.Diese Eigenschaften
reichen bereits aus, ein für NF-Zwecke durchaus brauchbares digitales Oszilloskop zu
realisieren.
Es ist Ziel dieses Projektes, einen einfachen digitalen Signalanalyser für
|   Version |   Datum |   Bemerkung |
|   1.0 |   25.01.2009 |   Grundversion |
|   1.1 |   30.01.2009 |   Erweiterung auf den Spektrumanalysator |
|   2.0 |   31.05.2009 |   Erweiterungen zum Signalanalyser |
|   2.1 |   16.01.2010 |   Erweiterung SoundGen, AKF und KKF |
|   |   |   |
1.3 Urheberrechtsbestimmung
Der Inhalt dieses Werkes mit allen Texten und Abbildungen ist,soweit nicht anders gekennzeichnet,
das geistige Eigentum von Hardy und Karola Scheidig.
Es unterliegt den deutschen und internationalen Urheberrechtsbestimmung.
Alle Rechte vorbehalten.
2.1 Grundprinzip der Signalanalyse mit Soundkarte
Messprinzip:
Die folgende Darstellung illustriert das Messprinzip.Die zugehörige Beschreibung gibt einen Überblick
über die Funktionalität.

Abbildung 1 - Messprinzip
Computer:
Soundkarte:
2.2 Architektur der Signalverarbeitung
Das folgende Bild illustriert die Architektur der Signalverarbeitung

Device:
Channel Buffer:
Signal Processing (im Zeitbereich):
Signal Processing (im Frequenzbereich):
Das so verarbeitete Signal wird in den folgenden Blöcken auf die Darstellung vorbereitet.
Trace Function:
Style:
Snapshot:
Color:
Display:
X-Achse:
3.1 Überblick und Eigenschaften
Das Programm "SpekOszi" enthält die Grafisches User Interface und Messalgorithmen
Abbildung2- GUI SpekOszi
Eigenschaften (Features):
3.2 Generelle Menüs, Dialoge und Settings / Action Buttons

Abbildung 3 - Menu SpekOszi
| Menü | Beschreibung | ||
File![]() |
Allgemeine Einstellungen zum Lesen und Schreiben der Settings. | ||
| Load Settings |   | Öffnen eines Dateiauswahldialoges zur Auswahl eines gespeicherten Einstellungsdatensatzes (Settings) (*.osz). | |
| SaveSettings |   | Öffnen eines Dateiauswahldialoges zur Eingabe der Zieldatei (*.osz) zum speichern der aktuellen Einstellungen. | |
| Export ... |   | Speichern der aktuellen Programmdarstellung mit allen Anzeigen in einen *emf File als Bild. | |
| Print ... |   | Drucken der aktuellen Programmdarstellung mit allen Anzeigen als Bild. Gedruckt wird auf den aktuell eingestellten Drucker. | |
| Exit |   | Verlassen des Programms | |
|   | |||
Device
![]() |
Einstellungen des Eingangsdevices. | ||
| SoundCard |   | Eingangsdevice ist die Soundkarte | |
| SDS200 |   | Eingangsdevice ist das SDS200, Funktion steht in der Douwnloadversion nicht zur Verfügung! | |
|   |
SoundGen
![]() |
Einstellungen der Soundkarte. | |
| Settings |   | Öffnen des Dialoges zur Auswahl der Soundkarte --> Device --> SoundCard --> Settings |
|
| Volume |   | Öffnen des Dialoges zur Einstellung des Signallevels der Soundkarte --> Device --> Soundcard --> Volume |
|
|   | |||
X1![]() |
Einstellungen zur X - Achse. | ||
![]() |
Time | Der X – Achse wird die Zeit zugeordnet.(normaler Oszilloskope Mode) | |
| Y1a | Der X- Achse wird das über Y1a definierte Signal zugeordnet. Diese ermöglicht die Darstellung Kanal A vs. Kanal B | ||
| Y1b | Der X- Achse wird das über Y1b definierte Signal zugeordnet. | ||
| Frequency (FFT) | Messung im Frequenzbereich (abs(fft(channel))). Dies ist der Spektrum Analyser Mode. |
||
| Time-"Eye View" | Augendiagrammdarstellung. In der ersten Version deaktiviert. | ||
|   | |||
Y1a / Y1b![]() |
Einstellungen für Trace "Y1a" und "Y1b" der Y – Achse | ||
Src: ![]() | Siehe Kapitel --> Messungen im Zeitbereich | ||
|
FFT Src: (abs(fft(Channel)) ![]() |
Siehe Kapitel --> Messungen im Frequenzbereich | ||
| DC Remove | Entfernt den berechneten Mittelwert des gesamten Eingangsdatensatzes um einen eventuellen Gleichanteil der Daten zu entfernen. | ||
Style:![]() |
Solid Line | Die Messpunkte werden mit durchgezogenen Linien verbunden. | |
| Dotted Line | Darstellung der einzelnen Messpunkte als gepunktete Linie. | ||
| Dots | Darstellung der einzelnen Messpunkte als Punkte ohne Verbindung. | ||
| Off | Der Trace wird nicht dargestellt. | ||
Function:![]() | Clear – Write | Anzeige der aktuellen Messergebnisse. | |
| Max – Hold | Anzeige der maximalen Messergebnisse seit Start der Messung bzw. der letzten Änderung von Einstellungen. | ||
| Min – Hold | Anzeige der minimalen Messergebnisse seit Start der Messung bzw. der letzten Änderung von Einstellungen. | ||
| Average 2 | Anzeige des Mittelwertes der letzten [2, 5, 10] Messergebnisse seit Start der Messung bzw. der letzten Änderung von Einstellungen. (gleitende Mittlung) | ||
| Average 5 | |||
| Average 10 | |||
| Enable Snapshot |   | Aktiviert / Deaktiviert den Snapshot Trace von Y1[a,b] sowie den zugehörigen Snapshot Button --> siehe Snapshot | |
Color![]() | Trace Color | Einstellung der Farbe des Traces von Y1[a,b] --> Y1[a,b] --> Color --> TraceColor und --> Snapshot Color |
Snapshot Color | Einstellung der Farbe des Snapshot Traces von Y1[a,b] --> Y1[a,b] --> Color --> TraceColor und --> Snapshot Color |
|   | |||
Tools![]() |
Capture Tool |   | Öffnet einen Dialog zur Auswahl eines Verzeichnisses,
in welchen pro Messaufnahme die Daten gespeichert werden. --> Siehe Capture Tool |
|   | |||
SoundGen![]() |
xxxxxxxxxx | ||
| Off |   |   | |
| PRBS14 |   |   | |
| PRBS13 |   |   | |
| PRBS12 |   |   | |
|   | |||
| About |
![]() Öffnet das About Anzeigefenster |
||
3.2.2.1 Device --> SoundCard --> Settings
Dieser Dialog dient der Auswahl der Soundkarte:

Abbildung 4 – Einstellung der Soundkarte
Siehe
--> Offene Punkte
--> Optimierung Dialog Select Soundcard
| Einstellung / Anzeige | Art | Beschreibung | ||
| Soundcard | Auswahlbox | In dieser Box erscheinen alle im Gerät aktiven Soundkartentreiber | ||
| F – Sample | Auswahlbox | In dieser Box erscheinen alle Abtastraten des selektierten Soundkartentreibers. | Bits per Sample | Anzeige | Es wird die maximale Einstellung der Bits per Sample angezeigt. | OK | Button | Die Einstellungen des Soundkartentreibers und F – Sample werden gespeichert und übernommen. | Abbrechen | Button | Die letzte Einstellung des Soundkartentreibers und F – Sample bleiben bestehen. |
3.2.2.2 Device --> Soundcard --> Volume
Zur Optimierung der Genauigkeit ist es wichtig, dass die Soundkarteneingänge gut ausgesteuert sind.
Die "Level-Anzeige" dient der Einstellung einer optimalen Aussteuerung. Am Soundkarteneingang
sollte man den Line-Eingang (also nicht den Mikrofoneingang) benutzen und nur eine möglichst
geringe Verstärkung einstellen.
Die Balance muss mittig stehen.

Abbildung 5 – Einstellung Soundkarteneingang
3.2.2.3 Y1[a,b] --> Color --> TraceColor und --> Snapshot Color
Öffnet den Standard Dialog zur Farbauswahl des ausgewählten Traces bzw. Snapshots

Abbildung 6 – Einstellung der Tracedarstellungsfarbe
3.2.3 Settings / Action Buttons
Die Settings und Action Buttons sind im rechten Bereich der Anzeige untergebracht.
Mittels der Snapshot Funktion kann ein aktuelles Messergebnis für Y1a bzw. Y1b festgehalten
werden. Um die Zuordnung visuell zu erleichtern, wird die Schrift in der aktuell eingestellten Farbe
des Traces (Y1[a,b] --> Coor) dargestellt.
Der Button "Snapshot" wird über das Menü "Y1[a,b]-->
Enable Snapshot" aktiviert/deaktiviert.
| Deaktivierter Snapshot | Aktivierter Snapshot | ||
![]() |
![]() | ||
Abbildung 8 – Action Button Snapshot
Mit dem Druck auf den Button Snapshot wird das aktuelle Messergebnis des entsprechenden Traces Y1[a,b] zusätzlich angezeigt und nun festgehalten, bis erneut ein Snapshot erzeugt wird oder die Snapshot - Funktionalität deaktiviert wird.
In den weißen Feldern werden die aktuellen Grenzen der X und Y Achse angezeigt. Sie sind manuell veränderbar und wirken dann sofort auf die aktuelle Einstellung.
|
| ||
Abbildung 9 – Settings Achsenscalierung
Die Buttons Y: und X: haben jeweils ein "rechte Maus Button" Menü.
Der Button Y bzw. X führt ebenfalls die Aktion "Fit Limits" aus. Während der Aktion wird die Farbe des Buttons auf gelb umgestellt.
Es können 2 Cursors oder der Zoom aktiviert werden. Die gelbe Farbe gibt an, welcher Cursor bzw.
ob der Zoom gerade für die Mausbedienung aktiviert ist.

Abbildung 10 – Settings und Action Buttons Cursor & Zoom
| Ergebnisse / Button | Pfeiltasten -->
und --> Linke bzw. rechte Maus |
Beschreibung | ||
| Button: C1 | Mit den Pfeiltasten kann der aktive Cursor auf den Trace verschoben werden. | Ist der Button gelb, ist der entsprechende Cursor für den Klick mit der Maus auf einen Trace und die Pfeiltasten aktiv. | ||
| Button: C2 | ||||
| Ergebnisse C1 / C2: |   | Es wird der zum Cursor zugehörige X und Y Wert angezeigt. | ||
| Ergebnis dC |   | Es wird die Differenz zwischen beiden Cursors jeweils für X und Y angezeigt. | ||
| Ergebnis F (Hz) |   | Aus dem Abstand der Cursor wird eine Frequenz mittels 1/dC errechnet und angezeigt.Diese Funktion gibt es nur in der Zeitbereichsdarstellung. | ||
| Button: Zoom | Mittels linker bzw. rechter Maustaste (innerhalb des Bereiches der Trace Grafik) erfolgt das ZoomIn bzw. ZoomOut. | Ist der Button gelb, so ist der Zoom aktiv und die Mausklicks innerhalb des Bereiches der Trace Grafik gelten für den Zoom. | ||
Die Action Buttons „Start“ , „Stop“ und „Single“ steuern die eigentliche Messwertaufnahme.
![]() | ![]() | ![]() | ||
Abbildung 11 - Action Buttons Start / Stop / Single
| Button | Beschreibung | |
| Start | Start der Messwertaufnahme. Der Text des Buttons wird auf Stop gesetzt und der Single Button wird deaktiviert. | |
| Stop | Beenden der Messwertaufnahme. Der Text des Buttons wird auf „Start“ gesetzt und der Single Button wird aktiviert. Bis zum Stoppen der Messung wird die Farbe des Buttons geändert. | |
| Single | Durchführung einer einzelnen Messung. Während der Messung ändert sich die Farbe des Buttons. Die Einzelmessung kann durch den Stop – Button gestoppt werden. | |
![]() | ![]() | |
Abbildung 12 - Settings und Anzeige der Triggereinstellung
| Anzeige / Eingabe | Beschreibung | |
| Trg-Type: | Einstellung des Triggertypes Kein Trigger aktiv, die Messwertaufzeichnung erfolgt so schnell wie möglich und ohne zusätzliches Event. Die Einstellungen Trg-Source, Trg-Offset und Trg-Level sind deaktiviert. Es wird auf die positive Flanke des Signals getriggert. Überschreitet diese den eingestellten Trg-Level, werden die Messdaten gespeichert und mit den eingestellten Trg-Offset angezeigt. Es wird auf die negative Flanke des Signals getriggert. Unterschreitet diese den eingestellten Trg-Level, werden die Messdaten gespeichert und mit den eingestellten Trg-Offset angezeigt. ![]() |
|
| Trg-Source: | Einstellung der Triggersource Die Daten von Channel 1 der Soundkarte sind Eingangsdaten der Triggerlogik. Die Daten von Channel 2 der Soundkarte sind Eingangsdaten der Triggerlogik. Der Betrag der Daten von Channel 1 der Soundkarte sind Eingangsdaten der Triggerlogik. Der Betrag der Daten von Channel 2 der Soundkarte sind Eingangsdaten der Triggerlogik. ![]() |
|
| Trg-Offset (Smp): | Einstellung des Triggeroffsets. Die Eingabe erfolgt in Samples. Der in Zeit (ms) umgerechnete Wert wird in der Anzeige Trg-Offset (ms) dargestellt. Der Triggeroffset gibt den Abstand vom Triggerzeitpunkt an, mit welchen das Signal dargestellt werden soll. Der Maximal/Minimalwert des Triggeroffsets ist auf die MeasTime begrenzt. ![]() |
|
| Trg-Offset (ms): | Die Einstellung des Trg-Offset erfolgt in Samples. In dieser Anzeige wird der eingestellte Wert in eine Zeit (ms) umgerechnet und dargestellt. | |
| Trg-Level: | Mit dem Triggellevel wird der Level angegeben, bei welchen über bzw. Unterschreiten der Triggerzeitpunkt erkannt werden soll. | |
Die Messeinstellungen bestimmen die Aufzeichnungslänge und zeitliche Auflösung der Messdaten.

Abbildung 13 - Settings und Anzeige der Messeinstellung
| Anzeige / Eingabe | Beschreibung | |
| MeasTime (smp) | Einstellung der Anzahl der Samples, die aufgezeichnet werden sollen. Unter des Eingabefeldes wird die Messzeit entsprechende der eingestellten Abtastrate als Zeit dargestellt. | |
| F - Sample | Öffnet den Dialog zur Einstellung der Soundkarte und Übernimmt die Eingabe der Abtastrate. Der Wert hat Einfluß auf die dargestellte Messzeit. Siehe Device--> SoundCard --> Settings | |
Über das Capture Tool können die erfassten Messdaten neben der grafischen Anzeige auch in Files
aufgezeichnet werden.Beim Aktivieren wird über den Dialog

Das Verzeichnis eingestellt, in welchen die gespeicherten Ausgabefiles abgelegt werden.
Die gespeicherten Daten werden in Files mit der Namenskonvention
„Wo__TT_MM_JJJJ__st_m_se_ms.bin“ abgelegt, wobei:
| TT: | Tag | ||
| MM: | Monat | ||
| JJJJ: | Jahr | ||
| st: | Stunde | ||
| m: | Minute | ||
| se: | Sekunde | ||
| ms: | Millisekunde |
Die Daten werden binär gespeichert und können gemäß dem nachfolgenden Matlab – Code
ausgelesen werden:
Aktuell enthält der Header nur ein UINT32 mit der Version des Headers.
3.2.4.2 Capture Data Tool --> noch nicht verfügbar !
Das Tool Capture Data zeichnet eine beliebe Anzahl von Samples ohne Pause in eine Datei. Die
Daten werden nicht parallel mit dargestellt.

Die Daten werden binär gespeichert und können gemäß dem nachfolgenden Matlab – Code
ausgelesen werden:
Aktuell enthält der Header nur ein UINT32 mit der Version des Headers.
Für die Allgemeinen Einstellungen siehe --> Haupt-Menü
| Menü | Beschreibung | ||
Y1a / Y1b![]() |
Einstellungen für Trace "Y1a" und "Y1b" der Y - Achse | ||
Src:![]() | Channel A | Datenquelle für y1[a,b] ist Channel A der Soundkarte | Channel B | Datenquelle für y1[a,b] istChannel B der Soundkarte | AKF (Ch A/B) | Normierte Autokorrelation | KKF (Ch A, Ch B) | Normierte Kreuzkorrelation |
3.3.2 Settings / Action Buttons
Für die allgemeine Beschreibung siehe --> Settings / Action Buttons
3.3.3 Erweiterte Messungen im Zeitbereich
Neben den altbekannten, üblichen Oszilloskopmessungen (wie z.B. Signal vs. Time),
können auch erweiterte Signalverarbeitungsroutinen angewendet werden.
Diese sind:
Die Autokorrelation ist die Korrelation eines Signals mit sich selbst.
Die Autokorrelation ermöglicht es Zusammenhänge bzw. Ähnlichkeiten zwischen Teilabschnitten des erfassten Signals aufzuspüren.
Das Maximum der Autokorrelation ist an der Stelle t=0, da das Signal im unverschobenen Zustand am besten zu sich selbst passt.
Das es bei der Autokorrelation darum geht, gewissermaßen ein Maß für die Ähnlichkeit zu geben, ist es sinnvoll,
die punktweisen Ergebnisse auf das Maximum der Autokorrelationsfunktion zu normieren (normierte Autokorrelation).
Die maximale Ähnlichkeit ist somit durch den Wert 1 gegeben.
Eine Ähnlichkeit von Signalabschnitte ist natürlich bei Vorhandensein eines Gleichanteils unmittelbar gegeben.
Schon allein der oftmals nicht kompensierte Gleichanteil von AD-Wandlern, wie auch bei der Soundkarte,
würde bereits eine große Ähnlichkeit induzieren, welche gegebenenfalls interessantere Ergebnisse überdeckt.
Aus diesem Grund ist es möglich, mittels Y1a/Y1b => DC Remove den Gleichanteil zu eliminieren.
Das so entstehende Ergebnis entspricht dann der Autokovarianz.
Die in Spekoszi implementierte Art der Autokorrelation entspricht der so genannten zyklischen Autokorrelation.
Die Ergebnisse der zyklischen Autokorrelation sind spiegelsymmetrisch zu tmess/2.
Zudem wird der Betrag der Korrelationsergebnisse dargestellt.
Die Kreuzkorrelation ist die Korrelation zweier Signale.
Die Kreuzkorrelation ermöglicht es Zusammenhänge bzw. Ähnlichkeiten zwischen zwei verschiedenen Signalen zu entdecken.
Das es bei der Kreuzkorrelation darum geht, gewissermaßen ein Maß für die Ähnlichkeit der beiden Signale zu geben,
ist es sinnvoll, die punktweisen Ergebnisse zu normieren (normierte Kreuzkorrelation).
Die Normierung erfolgt auf das Produkt der Wurzeln der mittleren Leistung des jeweiligen Signal.
Eine Ähnlichkeit von Signalabschnitte ist natürlich bei Vorhandensein eines Gleichanteils unmittelbar gegeben.
Schon allein der oftmals nicht kompensierte Gleichanteil von AD-Wandlern,
wie auch bei der Soundkarte, würde bereits eine große Ähnlichkeit induzieren,
welche gegebenenfalls interessantere Ergebnisse verdeckt.
Aus diesem Grund ist es möglich, mittels Y1a/Y1b => DC Remove den Gleichanteil zu eliminieren.
Das so entstehende Ergebnis entspricht dann der Kreuzkovarianz.
Die in Spekoszi implementierte Art der Kreuzkorrelation entspricht der so genannten zyklischen Kreuzkorrelation.
Die zyklische Kreuzkorrelation liefert Ergebnisse für den Bereich der relativen Signalverschiebung -tmess/2...0... + tmess/2.
Zudem wird der Betrag der Korrelationsergebnisse dargestellt.
1. Channel1 und Channel2 versus Time:

2. Channel1 vesrus Channel2 (Lissajous Figure):

3. Echo / Reflexions - Messung mittels PRBS14-Signal
(siehe -->
Generatorfunktion)
und AKF:
3.4 Messungen im Frequenzbereich
Bei Messungen im Frequenzbereich steht nicht der zeitliche Verlauf des Signals, sondern dessen
spektrale Manifestation im Fokus des Interesses. Die Darstellung im Frequenzbereich ermöglicht es<
spezielle Eigenschaften des Signals besser visualisieren und beurteilen zu können, als dies durch
eine Darstellung im Zeitbereich möglich wäre.
Für ein einzelnes Messsignal bedeutet dies beispielsweise für den einfachsten Messfall, wie viel der
Leistung des beobachteten Signalausschnittes welcher Frequenz zuzuordnen ist. Dies könnte
beispielsweise dann von Interesse sein, wenn das Messsignal ein Gemisch aus verschiedenen
Sinussignalen (im Prinzip ist dies, wenn man so will, eigentlich immer der Fall) besteht.
Praktische Beispiele hierfür sind:
Prinzipielle Funktion:
Die Überführung des Signals vom Zeitbereich in den Frequenzbereich erfolgt mittels FFT nach
Fensterung.

Fensterung ist die Multiplikation der Zeitbereichsdaten mit einer so genannten Fensterfunktion w(t)
Dies entspricht im Frequenzbereich einer Faltung des fourier-transformierten Messsignals mit der
fouriertransformierten Fensterfunktion.
Das Trivialfenster ist das Recheckfenster, welches ohne weiteres Zutun bereits durch die zeitliche
Begrenzung des zu transformierenden Zeitsignals ergibt. Es entspricht der Multiplikation aller Samples
mit eins. Die zeitliche Begrenzung des Messsignals (also das Trivialfenster) führt allerdings zu
unerwünschten Effekten im Frequenzbereich, welche die Beurteilung des Signals erschweren bzw.
verschiedene Signalparameter ggf. verfälschen.
Unerwünschte Effekte des Trivialfensters:
| Fensterfunktion | max. Amplitudenfehler(dB) | max Nebenkeule(dB) | relative Rauschbandbreite(NBw) | ||||||
| Rectangle(Trivialfenster) | 4 | -13 | 1 | ||||||
| Flattop | 0.004 |   | 3.78 | ||||||
| Hanning | 1.42 |   | 1.5 | ||||||
| Hamming | 1.75 |   | 1.36 | ||||||
| Barlett | 1.85 |   | 1.33 | ||||||
| Blackmann | 1.2 |   | 1.73 | ||||||
| Gauss_1.5 | 1.6 |   | 1.5 | ||||||
| Gauss_2.0 | 1 |   | 2.0 | ||||||
| Gauss_3.0 | 0.4 |   | 3.0 | ||||||
| Gauss_4.0 | 0.2 |   | 4.0 | ||||||
| Tukey | 2.2 |   | 1.25 | ||||||
| Nuttall | 0.9 |   | 1.97 | ||||||
relative Rauschbandbreite bedeutet hier die Vergrößerung der Rauschbandbreite relative zum
Rechteckfenster.
Für die allgemeinen Einstellungen
siehe
--> 3.2.1
| Menü | Beschreibung | ||
Y1a / Y1b![]() |
Einstellungen für Trace "Y1a" und "Y1b" der Y – Achse | ||
FFT Src (abs(fft(channel))):![]() | Channel A | Datenquelle für die Spektrumsanalyse ist Channel A der Soundkarte | Channel B | Datenquelle für die Spektrumsanalyse ist Channel B der Soundkarte | TFE (Ch A --> Ch B) |
Schätzung der Übertragungsfunktion |
3.4.3 Settings / Action Button
Für die allgemeinen Beschreibung siehe
--> 3.2.3
Darstellung der Auswirkungen eines durch Nichtlinearitäten verzerrten Sinussignals (5.2 KHz)
Man kann deutlich die entstandenen Oberwellen sehen.
Frequenzgang eines schlechten Hochpass-Filters.
Gemessen im Spektrumanalysator Mode mit "Max-Hold" und händischen wobblen eines Sinusgenerators
3.5 Generatorfunktion (SoundGen)
Die Generatorfunktion ermöglicht es, Testsignale zu erzeugen.
Diese Signale sind:
Die Generatorfunktion ermöglicht es spezielle rauschähnliche Signale so genannte PRBS-Signale
(Pseudo Random Binary Sequence) oder auch PN-Signale (Pseudo Noise) zu erzeugen.
Eine genaurer Beschreibung dieser Signale ist hier zu finden
-->
PrbsGen: Einführung
Wegen Ihrer besonderen Eigenschaften sind diese Signale gut zur Vermessung von Frequenzgängen geeignet.
Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn Beobachtungslänge (MeasTime) exakt der Sequenzlänge des PRBS-Signals entspricht
und das Generatorpolynom ein so genanntes "primitives Polynom" darstellt.
Die folgende Tabelle zeigt Polynom und Sequenzlänge der angebotenen PRBS-Signale
| Signal | Polynom | Sequenzlänge (N) in Systemtakten |
| PRBS14 | x14 + x13 + x8 + x4 + 1 | 16383 |
| PRBS13 | x13 + x12 + x10 + x9 + 1 | 8191 |
| PRBS12 | x12 + x11 + x8 + x6 + 1 | 4095 |
Messung des Frequenzgangs der Soundkarte mittels PRBS12 als Signalquelle und Spektumanalysator .
Beachte:
Frequenzgang der Soundkarte in voller Bandbreite
Frequenzgang der Soundkarte im Durchlassbereich
Frequenzgang der Soundkarte im Durchlassbereich mit etwa 5dB Equalizer Boost bei 6 kHz.
3.6.1 Störung bei Verschieben der Anzeige
Bei Verwendung der internen Grafikkarte sehen wir bei uns eine minimale Störung in den
Messergebnissen. Wir vermuten, dass dies eine Störung im Rechner ist, die aus der Änderung des
Stromverbrauches und damit der Betriebsspannung resultiert.
3.6.2 Sporadische falsche Farbe im Snapshotview
Sporadisch behält der Snapshot – Trace seine Farbe, obwohl die Trace Farbe umgestellt wurde.
3.6.3 Menu Device -->
SoundCard -->
Volume Dialog öffnet sich nicht
Falls es sich um einen Spezialsoundkartentreiber handelt kann es sein, dass der Befehl "sndvol32.exe -r" nicht den Dialog zur Einstellung der Lautstärke einstellen kann.
3.6.4 Optimierung Dialog Select Soundcard
In einer der folgenden Versionen werden folgende Änderungen einfließen:
Weiterführende Links
http://de.wikipedia.org/wiki/Spektrumanalysator.
http://de.wikipedia.org/wiki/Oszilloskop.