Trioden und Mehrgitterröhren
Durch das Einfügen einer weiteren Elektrode- dem Gitter- zwischen Anode und Katode erhält man die einfachste
Verstärkerröhre. Eine Wechselspannung zwischen Gitter und Katode bewirkt eine im Takt dieser Wechselspannung
schwankenden Anodenstrom. Dieser Anodenstrom ruft an einem in der Anodenleitung liegenen Widerstand
Spannungsschwankungen hervor, deren Frequenz und Amplitude genau der Gitterwechselspannung entsprechen,
jedoch mit dem Unterschied, dass die Anodenwechselspannung verstärkt ist.
Je nach dem Augenblickswert der Gitterspannung wirkt diese anziehend oder abstoßend auf die Elektronen,
die von der Katode zur Anoder fliegen. Wärend der positiven Halbwelle ist der Elektronenstrom größer,
als bei der negativen Halbwelle.
Damit die Elektronen bei der positiven Halbwelle nicht am Gitter enden, wird zusätzlich eine negative Gleichspannung,
am Gitter angelegt. Die Gleich und Wechselspannung überlagern sich, da dass ein ständig negativ geladenes Gitter entsteht
und die Elektronen auf den Weg zur Anode nicht gestört werden.
Durch Anbringung zusätzlicher Gitter wurden die Verstärkereigenschaften je nach Verwendung verbessert. Bei einer Tetrode
ist ein zusätzliches Gitter - das Schirmgitter - zwischen Gitter und Anode angebracht. Am Schirmgitter wird eine positive Spannung angelegt,
die den Durchgriff der Anodenspannung veringert.
In den Pentoden wurde ein weiteres Gitter zwischen Schirmgitter und Anode angeordnet, den sogenannten Bremsgitter,
dieses wird mit der Masse (Null Potential) verbunden.
Dieses Gitter hat keinen Einfluß auf den Elektronenstrom von Katode zur Anode,
stößt jedoch die Elektronen, die von der Anode austreten ab, die dann wieder von der Anode angezogen werden.